Die zaubere auf dem insel Vestmann

Als der Schwarze Tod in Island wütete beschlossen ein paar Zauberer dem Tod zu entkommen, indem sie zu den Westmanninseln zogen.

Nach einiger Zeit erwarteten sie, dass die Pest vorbei sein müsse und wollten wissen ob es Überlebende gab. Einer von ihnen sollte zum Festland zurückkehren um nachzuforschen. Die anderen sagten ihm er solle vor Weihnachten zurückkehren, ansonsten würden sie ihm eine tödliche Lieferung schicken.

Der Zauberer suchte weit und breit, konnte aber keine Überlebenden finden. Alle Häuser waren offen und es lagen überall Leichen. Schließlich kam er zu einem verschlossenen Haus, in dem eine junge und hübsche Frau war. Auch sie hatte weit und breit gesucht und war erleichtert zu erfahren, dass sie nicht alleine war. Sie lud ihn ein bei ihr zu bleiben und er blieb. Als Weihnachten näher kam erklärte er ihr, dass er zu den Westmanninseln zurückkehren oder die Konsequenzen tragen müsse. Aber die Frau überredete ihn zu bleiben.

Am Weihnachtsabend kam eine Lieferung in der Form einer Fliege, die nach dem Mann suchte. Als die Frau die Gefahr erkannte, schaffte sie es die Fliege zu überlisten und einzufangen.

Obwohl sie den Augenblick feiern konnten, wussten sie, dass dies nur der Anfang war. Also bat die Frau den Mann am Anfang des neuen Jahres einen alten Mann zu besuchen und brachte die Fliege mit ihr. Der alte Mann befreite die Fliege und rieb sie sanft, woraufhin sie riesengroß wurde, und er wies sie an zu den Westmanninseln zu fliegen und alle künftigen Sendungen von den Zauberern abzufangen.

Der Mann und die Frau heirateten später, hatten Kinder und lebten glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende.

Dies ist ein Auszug aus der ursprünglichen Geschichte.



Erzähler:
Hafdís Erla Bogadóttir

Verweise:
Íslenskar þjóðsögur (Icelandic Folklore).
Author: Benedikt Johannesson/Johannes Benediktsson

Zeichnungen:
Eyrun Oskarsdottir

Computergrafik:
Bjork Hardardottir

Mischer:
Hafdís Erla Bogadóttir

Video:
Markus Sveinn Markusson